Sicherheit Zuhause

„Sie sind einfach nicht mehr aufgewacht.“ Branddirektor warnt vor einer Gefahr, die bei Millionen Menschen zuhause hängt und von der kaum jemand etwas weiß

Nach 28 Jahren Berufsfeuerwehr erklärt Dipl.-Ing. Achim Reuter, was nachts passieren kann, wenn zuhause eine Gastherme läuft, warum der Rauchmelder dabei schweigt und welches kleine Gerät bei ihm selbst in der Steckdose steckt.

Stille Wohnung am frühen Morgen, Topf auf dem Herd, Schuhe im Flur

Ein ganz normaler Morgen. (Symbolbild)

Es gibt Einsätze, über die bei uns auf der Wache niemand gerne redet.

Keine Flammen. Kein Rauch. Nichts ist kaputt. Auf dem Herd steht noch der Topf vom Abend, im Flur liegen die Schuhe, im Bad hängt das Handtuch über der Heizung. Alles sieht aus wie an jedem anderen Morgen.

Nur dass niemand mehr aufgewacht ist.

Das Einzige, was dort piept, ist das kleine Messgerät an unserer Jacke. Und das piept, sobald wir durch die Tür sind.

Ich bin seit 28 Jahren bei der Berufsfeuerwehr, heute als Branddirektor. Ich habe mehr solcher Einsätze erlebt, als ich zählen möchte. Und von den Angehörigen höre ich danach immer wieder denselben Satz:

„Wir wussten nicht, dass so etwas passieren kann.“

Genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag. Bei Millionen Menschen hängt zuhause ein Gerät, das die Familie jeden Tag benutzt. Beim Duschen, beim Abwaschen, beim Heizen. Es läuft jahrelang ohne Probleme. Und wenn eine einzige Sache schiefgeht, kann es nachts alle im Schlaf töten, ohne dass irgendjemand etwas merkt.

Welche Sache das ist, warum dein Rauchmelder dabei schweigt und was bei mir selbst zuhause in der Steckdose steckt, erkläre ich dir in den nächsten sieben Punkten.

Was die Statistik zeigt

Statistik zu Kohlenmonoxidvergiftungen: 1.453 Tote, 4.820 stationär behandelt, über 5.000 Vergiftungen pro Jahr

1.453 Menschen sind an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. 4.820 wurden deswegen stationär im Krankenhaus behandelt. Und insgesamt zählt man über 5.000 CO-Vergiftungen pro Jahr.

Und das sind nur die Fälle, die erkannt werden. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Die meisten denken an eine Grippe. Nicht an ihre Heizung.

1.Es hängt bei dir zuhause. Und du benutzt es jeden Tag.

Die Rede ist von der Gastherme.

Bei vielen hängt sie im Bad, manchmal direkt über der Wanne. Bei anderen in der Küche, im Flur, im Hauswirtschaftsraum, im Keller oder unterm Dach. Du drehst morgens den Warmwasserhahn auf, hörst dieses leise Klacken und Rauschen, wenn sie anspringt, und denkst keine Sekunde darüber nach.

Gastherme an der Badezimmerwand direkt über der Badewanne

Bei vielen hängt sie im Bad, direkt über der Wanne. (Symbolbild)

In ihr brennt eine Gasflamme. Und wo etwas brennt, entsteht Abgas. Solange alles sauber läuft, zieht dieses Abgas über den Kamin nach draußen. Wenn nicht, bleibt es drinnen. Und im Abgas steckt Kohlenmonoxid.

CO siehst du nicht. Du riechst es nicht. Du schmeckst es nicht. Es macht dich müde, es gibt dir Kopfschmerzen, und irgendwann schläfst du einfach weiter.

Viele sagen mir dann: Unsere hängt zum Glück im Keller. Aber Kohlenmonoxid bleibt nicht im Keller. Es zieht durchs Treppenhaus und durch offene Türen, und laut Kärntner Landesfeuerwehrverband kann es sogar durch Wände und Decken dringen.

Das Universitätsklinikum Graz in Österreich betreibt die einzige Druckkammer des ganzen Landes. Dort wurden 305 Menschen ausgewertet, die zwischen 2006 und 2018 wegen einer schweren CO-Vergiftung behandelt wurden. Die häufigste Quelle war die Gastherme, mit 33 Prozent. Deutlich vor Wohnungsbränden mit knapp 20 Prozent, Autoabgasen mit knapp 11 Prozent und Holzkohlegrills mit 9 Prozent.

Und jetzt der Teil, der die meisten überrascht: Dein Rauchmelder bekommt davon nichts mit. Er reagiert auf Rauchpartikel. CO ist ein Gas. Da kann der Rauchmelder noch so gut sein, er ist für etwas anderes gebaut.

Genauso wenig hilft die Wetterstation oder der Luftqualitätsmesser, der CO₂ anzeigt. CO₂ ist nicht CO. Ein Buchstabe Unterschied, eine völlig andere Gefahr. Ich habe schon vor genau so einem Gerät gestanden, bei dem die Familie dachte, sie sei damit abgesichert.

2.Deine Therme hat zwei Gefahren. Die meisten Melder sehen nur eine.

Das ist der Punkt, den selbst Leute übersehen, die schon einen Melder haben.

Zwei Gefahren an einer Therme

Vor der Flamme: Gas

  • Kommt aus der Leitung und läuft über Anschlüsse, Verschraubungen und Ventile
  • Wird da etwas undicht, strömt brennbares Gas in deine Räume
  • Ist genug davon in der Luft, reicht ein Funke vom Lichtschalter

Nach der Flamme: Abgas

  • Zieht es nicht richtig ab, sammelt sich Kohlenmonoxid in der Luft
  • Du siehst es nicht, riechst es nicht, schmeckst es nicht

Zwei völlig verschiedene Gefahren. Zwei völlig verschiedene Messungen.

Ein normaler CO-Melder misst nur CO. Ein Gasleck am Anschluss existiert für ihn nicht. Ein normaler Gasmelder misst nur Gas. Kohlenmonoxid existiert für ihn nicht.

Trotzdem machen die meisten im Kopf einen einzigen Haken. Melder hängt, Thema erledigt.

Dein Melder muss nicht kaputt sein, damit dein Schutz unvollständig ist.

Deshalb steckt bei mir zuhause ein Gerät, das beides misst.

Es heißt Sentinel 4S. Ein kleines Gerät, das du einfach in die Steckdose steckst. Es misst Kohlenmonoxid, Erdgas und Propan gleichzeitig und zeigt dir die Werte rund um die Uhr auf einem Display an. Dazu Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Beruflich habe ich Messgeräte in der Hand, die ein Vielfaches kosten. Zuhause wollte ich etwas anderes. Ein Gerät, das Tag und Nacht misst, ohne Batterie, und das meine Frau und meine Kinder mit einem einzigen Blick verstehen.

Genau das ist der Sentinel 4S.

SchutzWacht Sentinel 4S in einer Steckdose, Display zeigt die Messwerte

Kohlenmonoxid und Gas auf einem Display. Ein Blick reicht.

3.„Gas riecht man doch.“ Nur wenn du wach bist.

Den Satz höre ich in fast jedem Gespräch. Und er stimmt zur Hälfte.

Erdgas bekommt extra einen Geruchsstoff beigemischt, damit man es bemerkt. Wenn du in der Küche stehst, riechst du das.

Forscher der Brown University haben aber untersucht, ob Gerüche Menschen aus dem Schlaf holen. Das Ergebnis war eindeutig. Selbst ein beißender, stechender Geruch hat im Tiefschlaf niemanden geweckt. Ein ganz normaler Warnton dagegen fast jedes Mal.

Und Kohlenmonoxid riecht man überhaupt nicht. Nicht wach, nicht im Schlaf, nie.

Die gefährlichen Stunden sind die, in denen du schläfst. Und genau dann ist deine Nase ausgeschaltet.

Deine Nase schläft mit dir ein. Ein Warnton nicht.

4.Das grüne Licht an deinem Melder lügt nicht. Aber es sagt dir auch nichts.

Jetzt kommt etwas, das dir in keinem Baumarkt jemand erzählt.

CO-Melder für zuhause werden nach der europäischen Norm EN 50291 geprüft. Die Norm legt fest, wann ein Melder Alarm geben muss. Und wie lange er vorher still bleiben darf.

Bei 50 ppm CO (ppm heißt Teilchen pro Million) darf ein geprüfter Melder bis zu 90 Minuten warten. Bei 100 ppm bis zu 40 Minuten. Dabei reichen 100 ppm schon für Kopfschmerzen, Übelkeit und diese bleierne Müdigkeit. Und schon rund 40 ppm können über einige Stunden Kopfschmerzen und Schwindel auslösen, vor allem bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen.

Das ist kein Fehler. Die Norm ist absichtlich so gebaut, damit nicht bei jeder Kleinigkeit Alarm ist.

Es bedeutet nur: Bis der Alarm kommt, leuchtet bei den meisten Meldern einfach ein grünes Licht. Und dieses grüne Licht sieht bei 0 ppm genauso aus wie bei 40.

Beim Sentinel 4S siehst du die Zahl. Steht da 0, ist da 0. Steht da auf einmal 15, weißt du, dass etwas nicht stimmt. Lange bevor ein Alarm überhaupt losgehen müsste. Und lange bevor du selbst etwas merkst.

5.Der gefährliche Tag ist nicht der Tag der Wartung. Es sind die 364 dazwischen.

Lass deine Therme warten, jedes Jahr, das ist wichtig. Aber sei dir bewusst, was eine Wartung ist: eine Momentaufnahme. Eine Stunde, manchmal nur zwanzig Minuten. Dann klebt ein neuer Zettel an der Therme, und der Techniker ist wieder weg.

Die gefährlichen Situationen, die ich kenne, entstehen nicht an diesem Tag. Sie entstehen dazwischen:

  • Wenn sich unbemerkt ein kleiner Schaden auftut. Ein feiner Haarriss im Wärmetauscher oder am Abgasweg, eine poröse Dichtung, ein kleines Leck an einer Verschraubung. Durch einen Haarriss kann Abgas mit Kohlenmonoxid direkt in den Raum gelangen, durch eine poröse Dichtung Gas. Das Tückische: Du siehst nichts davon. Oft nicht einmal der Techniker, denn bei einer normalen Wartung wird nicht jede Dichtung und nicht jeder Millimeter Wärmetauscher unter die Lupe genommen. Genau solche kleinen, unsichtbaren Schäden können dahinterstecken, wenn Menschen wochenlang Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit haben, ohne je an ihre Therme zu denken.
  • An heißen Sommertagen, wenn der Kamin nicht richtig zieht und das Abgas zurückstaut. Vielleicht kennst du das: Im Hochsommer geht die Therme beim Duschen plötzlich aus und das Wasser wird eiskalt. Oft ist das die Abgasüberwachung, die gerade merkt, dass das Abgas nicht rauskommt. Und viele schalten die Therme dann einfach wieder ein.
  • Wenn drinnen etwas Luft nach draußen bläst. Ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch, eine Dunstabzugshaube, ein Badlüfter. Dann kann eine raumluftabhängige Therme ihr eigenes Abgas zurück in die Räume ziehen.
  • Wenn sich im Abgasweg etwas zusetzt oder ein Bauteil nachgibt, Wochen nach der letzten Wartung.

Anfang September 2024 wollte ein 13-jähriges Mädchen in Wien (Österreich) am Abend duschen. Nach etwa zwanzig Minuten schaute die Familie nach. Sie lag bewusstlos im Badezimmer. Jede Hilfe kam zu spät. Laut Berufsfeuerwehr hatte sich das Abgas der raumluftabhängigen Gastherme im Bad zurückgestaut. In der Wohnung standen mobile Klimageräte. Allein in diesem Sommer starben in Wien drei Menschen in ihren Wohnungen an Kohlenmonoxid.

Und das ist kein österreichisches Problem. Auch in Deutschland und in der Schweiz gibt es genug solcher Fälle. Sie schaffen es nur selten über die Lokalnachrichten hinaus.

Der Zettel an deiner Therme sagt dir, wann zuletzt jemand hingeschaut hat. Der Sentinel 4S schaut jede Nacht hin.

6.Du kannst alles richtig machen. Und es kommt trotzdem von nebenan.

Das ist der Teil, bei dem die meisten still werden.

Du kannst deine Therme jedes Jahr warten lassen. Du kannst sie ausschalten, wenn es draußen heiß ist. Du kannst alles richtig machen.

Aber wenn du in einem Mehrfamilienhaus, einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte wohnst, liegt ein Teil deiner Sicherheit in den Händen deiner Nachbarn.

In vielen Mehrfamilienhäusern hängen mehrere Thermen an einem gemeinsamen Kamin. Was eine Wohnung an Abgas hineinschickt, kann in einer anderen wieder herauskommen. Dazu kommen gemeinsame Schächte. Und Kohlenmonoxid kann sogar durch Wände und Decken dringen.

Das heißt: Deine Therme kann einwandfrei laufen. Deine Therme kann sogar aus sein. Und trotzdem steigt bei dir der Wert.

Mehrfamilienhaus am Abend mit gemeinsamem Kamin auf dem Dach

Viele Thermen, ein gemeinsamer Kamin. (Symbolbild)

Wie das aussieht, hat ein Fall in Wien (Österreich) gezeigt. Im April 2012 wollte eine 27-jährige Studentin in Wien-Margareten ein Bad nehmen. Die Feuerwehr fand sie tot in der Badewanne.

Der Auslöser lag nicht in ihrer Wohnung. Ein Stockwerk tiefer hatte ihr Nachbar Jahre zuvor seine Dunstabzugshaube eigenmächtig an den gemeinsamen Hauskamin angeschlossen. Als seine Frau beim Kochen die Haube einschaltete, während oben die Therme das Badewasser aufheizte, wurde das Abgas zurück in das Badezimmer der jungen Frau gedrückt.

Vor Gericht sagte der Nachbar, er habe das Rohr für einen Luftschacht gehalten. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Die junge Frau hatte keine Chance, das zu wissen.

Und das ist kein Einzelfall aus einem alten Wiener Zinshaus. Eine Dunstabzugshaube, die Luft nach draußen bläst, und eine Gastherme, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum zieht, in derselben Wohnung oder im selben Haus: Diese Kombination gibt es in viel mehr Häusern und Wohnungen, als man denkt. Die Haube saugt Luft aus der Wohnung, es entsteht Unterdruck, und das Abgas der Therme wird zurück in die Räume gezogen statt durch den Kamin nach draußen.

Genau deshalb verlangen die Regeln für Gasinstallationen in so einem Fall eigentlich eine Sicherung, zum Beispiel einen Fensterkontaktschalter, der die Haube nur bei offenem Fenster laufen lässt. Aber wer hat so etwas bei sich nachgerüstet? Und wer weiß schon, was die Nachbarn in ihre Küche eingebaut haben?

Bei einem CO-Einsatz kontrollieren wir deshalb nie nur eine Wohnung. Wir gehen nach oben, nach unten und nebenan. Weil Kohlenmonoxid keine Wohnungstür kennt.

Die Therme deines Nachbarn kannst du nicht warten lassen. Du weißt nicht, ob er gerade ein Klimagerät laufen hat oder wie er seine Dunstabzugshaube angeschlossen hat. Das Einzige, was du in der Hand hast, ist, ob bei dir jemand misst.

Der Sentinel 4S misst, was in deiner Luft ist. Egal, woher es kommt.

7.Warum ich bei Amazon und im Baumarkt die Finger davon lasse

Ich verstehe jeden, der erst mal zum 20-Euro-Melder greift. Hauptsache, irgendwas hängt an der Wand.

Aber wenn bei dir zuhause eine Gastherme läuft, schau genau hin, was du dir da an die Wand hängst.

Und selbst die ordentlichen Geräte haben bei einer Gastherme mindestens eine Lücke:

  • Rauchmelder: erkennt Rauch. Kein CO, kein Gas.
  • CO₂-Messgerät oder Wetterstation: misst CO₂, nicht CO.
  • Normaler CO-Melder: erkennt CO. Beim Gasleck blind. Meist nur ein grünes Licht, keine Zahl.
  • CO-Melder mit Display: zeigt dir CO. Beim Gasleck trotzdem blind.
  • Gasmelder: erkennt Erdgas. Bei Kohlenmonoxid blind.
  • Batteriemelder allgemein: Irgendwann piept er nachts um drei, weil die Batterie schwach wird. Ich habe bei zu vielen Einsätzen Melder gesehen, bei denen die Batterie danach einfach auf dem Schrank lag.
  • Sentinel 4S: CO, Erdgas und Propan gleichzeitig. Werte live auf dem Display. Hängt an der Steckdose, keine Batterie, die leer werden kann.

Mehr brauche ich bei einer Therme nicht. Weniger will ich nicht.

Dipl.-Ing. Achim Reuter, Branddirektor

Was bei mir zuhause steckt

Ich habe das Viererset genommen. Drei stecken bei uns: im Flur direkt vor dem Bad mit der Therme, im Schlafzimmer und im Zimmer unserer Tochter.

Den vierten hat mein Sohn bekommen, als er in seine erste Wohnung gezogen ist. Altbau, Therme im Bad, direkt über der Wanne. Er hat erst gelacht und gesagt: Papa, du übertreibst. Heute schickt er mir manchmal ein Foto vom Display, wenn da 0 steht. Ohne Text. Nur das Foto.

Ich weiß, was er mir damit sagen will.

Denn wen Kohlenmonoxid zuerst trifft, sind die Kleinsten und die Schwächsten. Kinder atmen schneller als Erwachsene und nehmen das Gas schneller auf. Bei Schwangeren trifft es das Ungeborene mit, dessen Blut CO noch stärker bindet als unseres. Ältere Menschen bemerken die ersten Anzeichen oft nicht. Und bei Hund und Katze reagiert der kleine Körper schneller als unserer.

Die Familien, von denen ich am Anfang erzählt habe, wussten nicht, dass so etwas passieren kann.

Du weißt es jetzt.

Dipl.-Ing. Achim Reuter

Branddirektor

Die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden

„Ich wohne zur Miete. Ist das nicht Sache vom Vermieter?“

Die Wartung ist Sache vom Vermieter, ja. Aber nachts in deinem Schlafzimmer misst niemand. Der Sentinel 4S kommt in die Steckdose. Nichts bohren, niemanden fragen, und beim Umzug nimmst du ihn einfach mit.

„Ich habe selbst gar keine Gastherme.“

Wenn du in einem Mehrfamilienhaus, einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte wohnst, reicht die deines Nachbarn. Warum, steht in Punkt 6. Der Sentinel 4S misst CO und Gas in deiner Luft, ganz egal, aus welcher Wohnung es kommt.

„Meine Therme ist neu. Da kann doch nichts passieren.“

Auch eine neue Therme hängt an einer Gasleitung mit Anschlüssen, Verschraubungen und Ventilen. Und neu heißt nicht, dass du weißt, welche Bauart bei dir hängt. Die meisten, die mich fragen, wissen es nicht. Das steht auf dem Typenschild, und fast niemand hat da je draufgeschaut. Der Sentinel 4S muss das nicht wissen. Er misst einfach, rund um die Uhr.

„Gibt das nicht dauernd Fehlalarm?“

Wasserdampf vom Kochen oder Duschen ist kein CO und kein Gas. Und weil der Sentinel 4S an der Steckdose hängt, gibt es auch kein Piepen um drei Uhr nachts wegen einer schwachen Batterie.

„Wo stecke ich ihn hin?“

Einer gehört in den Raum mit der Therme oder direkt davor, mit etwas Abstand zur Therme und nicht in den Dampf der Dusche. Einer gehört in jeden Raum, in dem jemand schläft. Hängt die Therme im Keller, kommt einer dorthin. Und wer im Haus wohnt, braucht auf jeder Etage mindestens einen. Deshalb empfehle ich das Viererset.

„Was mache ich, wenn er Alarm gibt?“

Schau aufs Display, ob es CO oder Gas ist. Das entscheidet alles.

Bei Gas: keinen Lichtschalter, keine Klingel, kein Feuerzeug. Fenster auf, raus, und erst draußen den Notruf oder den Gasnotdienst anrufen.

Bei CO: Fenster auf, alle raus, und bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit sofort die 112.

Ein Melder, der nur piept, sagt dir nicht, welche der beiden Regeln gerade gilt. Der Sentinel 4S sagt es dir.

„Ist das nicht übertrieben?“

Niemand nennt dich ängstlich, weil an deiner Decke ein Rauchmelder hängt. Das österreichische Gesundheitsportal schreibt es ganz nüchtern: „Für Wohnungen mit Gasthermen sind Kohlenmonoxidmelder empfehlenswert.“ Und ich trage so ein Ding in jedem Dienst an der Jacke.

Mein Rat nach 28 Jahren: Warte nicht auf die nächste Schlagzeile.

Den Sentinel 4S gibt es ausschließlich bei SchutzWacht. Nicht bei Amazon, nicht im Baumarkt, nirgendwo sonst.

Eine Thermenwartung kostet dich schnell über 100 Euro und schaut einmal im Jahr hin. Der Sentinel 4S schaut jede Nacht hin, in jedem Raum, in dem er steckt.

Meine Empfehlung: das Viererset.

Einer in den Raum mit der Therme. Einer in jeden Raum, in dem jemand schläft. Und wer im Haus wohnt, auf jede Etage mindestens einer. So kommt man schnell auf vier.

Und falls einer übrig bleibt, denk an deine Eltern. Oder an deine Kinder, die gerade ausgezogen sind. Bei vielen hängt die Therme seit 20 oder 30 Jahren an derselben Stelle, und niemand hat je darüber nachgedacht.

Im Viererset kostet dich ein Sentinel 4S nur 37,49 €. Gegenüber vier Einzelgeräten sparst du fast 90 Euro.

P.S. Geh heute Abend kurz zu deiner Therme und schau auf den Zettel vom letzten Check. Dann überleg, wer in all den Nächten seitdem hingeschaut hat.

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Quellen

  • Statistisches Bundesamt (Todesursachen 2024)
  • Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)
  • Kärntner Landesfeuerwehrverband / KFV
  • APA / Berufsfeuerwehr Wien (September 2024)
  • APA / ORF Wien, Straflandesgericht Wien (Fall Wien-Margareten, 2012/2013)
  • Starz, M.: Epidemiologie schwerer CO-Intoxikationen in Ostösterreich, Diplomarbeit, Medizinische Universität Graz
  • Carskadon & Herz, Brown University, Fachzeitschrift Sleep (2004)
  • EN 50291-1
  • gesundheit.gv.at